Graz Geheimtipps

Graz Geheimtipps

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Graz ist eine der Städte mit den meisten Sehenswürdigkeiten in ganz Österreich. Manche mit weitreichender Geschichte, andere erst neu erschaffen. Natürlich gibt es bei den Sehenswürdigkeiten Graz die bekannten Klassiker, die jeder kennt und zeigt und deren Besuch sich auch aufjedenfall lohnt. Der Uhrturm, der Schlossberg und die Altstadt – sie sind weit über Graz hinaus bekannt sind.

Aber hier erfährst du auch noch mehr über die Geheimtipps in Graz, die verborgenen Sehenswürdigkeiten, die nicht so bekannt sind und nicht überall empfohlen werden. Oder hast du schon einem Haus mit Flugzeug auf dem Dach, dem Schlossbergtunnel oder einer Klamm mitten in Graz gehört? Schau für die Graz Geheimtipps weiter unten, oder gleich hier im Inhaltsverzeichnis! Wenn dich auch die bekannten Sehenswürdigkeiten in Graz interessieren, schau bei den 13 Klassikern in Graz.

Graz Geheimtipps

Hier also nun die verborgenen und weniger bekannten Grazer Sehenswürdigkeiten. Selbst vielen Grazern kennen hier nicht alle. Im Vergleich zu den 13 Klassikern sind die Graz Geheimtipps weniger überlaufen weshalb du sie villeicht auch mehr für dich genießen kannst. In puncto Sehenswertheit stehen sie den anderen Sehenswürdigkeiten aber in nichts nach!

Palais Saurau – Der Türke von Graz

Das Palais Saurau in der Sporgasse ist eines der ältesten Adelspalais der Grazer Altstadt und ist geprägst durch den Übergang von der Spätrenaissance zum frühen Barock. Gebaut wurde es in heutigen Form vor allem im 16. Jahrhundert unter der Familie von Saurau.

Die eigentiche Kuriosität befindet sich hoch oben unter dem Dachvorsprung: Der Türke von Graz – eine halbfigurige Skulptur eines osmanischen Kriegers mit Turban auf dem Kopf, der einen Säbel schwingt und grimmig auf die Sporgasse hinunterschaut. Eine populäre Grazer Sage erzählt, dass die Figur als Täuschungsmanöver diente: Während einer Belagerung soll man den Türken so platziert haben, dass die Angreifer glaubten, das Haus sei noch schwer bewacht. Historisch gesehen ist sie jedoch eher ein Symbol für den Sieg über die Türken und den damit verbundenen Stolz des Adelsgeschlechts.

Palais Saurau – Graz Tourismus – Harry Schiffer

Die Rettenbachklamm – Klamm in Graz

Wer mal kurz raus aus dem Stadttrubel will, ohne weit zu fahren, sollte unbedingt in die Rettenbachklamm. Das Besondere dabei: Die Rettenbachklamm befindet sich direkt in der Stadt Graz! Zugegebenermaßen zwar im Waldgebiet des Bezirkes Mariatrost aber dennoch nur etwa 4,5 Kilometer von der Altstadt entfernt. Wer in Graz also ein kleines Wandererlebnis in einer Klamm sucht, ist bei der Rettenbachklamm genau richtig. Auf schmalen Wurzelpfaden und über Holzstege wandert man entlang des rauschenden Baches durch einen dschungelartigen Schluchtwald.

Rettenbachklamm Graz

Der Schlossbertunnel

Der Schlossbergtunnel Graz ist ein Relikt aus der Grazer Vergangenheit. Dabei führt der Tunnel direkt durch den Schlossberg hindurch. Ursprünglich wurde er während des Zweiten Weltkriegs als Teil eines weitläufigen Luftschutzbunkersystems errichtet. Heute ist der Schlossbergtunnel ein öffentlich zugänglicher Fußgängertunnel, der vom Schlossbergplatz bis zum Fuße des Schlossbergs führt. Mit einer Länge von 175 Metern wurde er im Zuge der Kulturhauptstadt Graz 2003 saniert und für die Öffentlichkeit geöffnet. Du solltest aufjedenfall mal durchgehen, den sowas gibt es nicht oft.

Der Schlossbergtunnel verläuft durch den Schlossberg
Der Schlossbergtunnel verläuft durch den Schlossberg

Flugzeuge auf dem Dach

Wenn du denkst, du hättest in Graz schon alles gesehen, dann schau im Norden der Stadt einmal steil nach oben. Wenn du in der Fischeraustraße 22 in Graz nach oben blickst, wirst du deinen Augen kaum trauen: In 22 Metern Höhe thronen zwei echte Verkehrsflugzeuge auf dem Dach des Novapark Flugzeughotels. Hier kannst du in einer Boeing 727-200, die einst US-Baseballstars beförderte, oder in der ehemaligen tschechoslowakischen Regierungsmaschine (einer Iljuschin Il-62M) Platz nehmen. Die beiden 46 bzw. 53 Meter langen Maschinen dienen heute als Restaurant, Bar und Eventlocation mit besonderem Aublick über Graz und auf den Schlossberg. Du kannst die beiden Flieger aber auch als normaler Besucher gegen Eintritt besichtigen, ohne einen Tisch zu reservieren. Oder du bestaunst die Flieger von unten aus. Das Projekt wurde übrigens 2018 von Helmut Neukam, einem passionierten Luftfahrtfan, für rund zwei Millionen Euro realisiert und ist bis heute weltweit einzigartig.

Novapark Graz – Flugzeuge auf dem Dach

Aussichtsplattform Kastner und Öhler

Eine besondere Aussicht über Graz und auf den Schlossberg hast du vom Dach des Kaufhauses Kastner und Öhler. Dort gibt es eine Dachterasse mit einer kleinen Aussichtskanzel. Diese kannst du kostenlos besuchen. Einfach im imposanten Grazer Kaufhaus hinauf in die oberste Etage im 6. Stock und hinaus auf die Dachterasse. Auf der Seite des Schlossbergs befindet sich die Kanzel von der du auch in die Herrengasse und zum Rathaus in die Altstadt siehst. Ein TOP Aussichtspunkt in der Grazer Altstadt. Der Skywalk befindet sich im Cafe Freiblick im Kastner und Öhler in der Sackstraße 7.

Aussichtsplattform Kastner & Öhler – vom Schlossberg aus

Der Schlossberglift

Der im Vergleich zur Schlossbergbahn noch recht neue Schlossberglift ist für dich der schnellste und komfortabelste Weg auf den Schlossberg. In nur 30 Sekunden bringt dich der Schlossberglift nach oben. Aber das Besondere ist seine Lage im Inneren des Schlossbergs. Durch einen Stollen gehst du vom Schlossbergplatz zur Talstation des Lifts. Dieser brignst dich dann durch einen senkrechten, bunt beleuchteten Schachte durch den Schlossberg nach oben zum Uhrturm.

Schlossberglift Graz

TIPP – noch mehr Sehenswürdigkeiten am Schlossberg:
Am Grazer Schlossberg befinden sich über 30 verschiedene weitere Sehenswürdigkeiten. Oftmals wird der Schlossberg als eine einzelen Sehenswürdigkeit abgestempelt, aber tatsächlich gibt es dort oben so viel mehr zu sehen. Auch dort gibt es wieder viele eher unbekannte Sehenswürdigkeiten, die man erstmal entdecken muss. Alles weitere dazu unter Sehenswürdigkeiten Schlossberg Graz.

Schlossbergplatz

Der Schlossbergplatz ist ein länglicher, charmanter Platz direkt am Schlossberg gelegen. Vom Schlossbergplatz siehst du die imposante Schlossbergstiege mit ihren 260 Stufen entlang der steilen Felsenwand des Schlossbergs nach oben gehen. Oben kannst du auch den Uhrturm stehen sehen. Außerdem befindet sich am Schlossbergplaz auch der Tunneleingang zum Schlossberglift und zum Schlossbergtunnel. Davon abgesehen ist der Schlossbergplatz mit seinen alten Fassaden, dem Schlossberg und den Taubenbrunnen sehr sehenswert und schön anzusehen.

Schlossbergstiege am Schlossbergplatz Graz

Stadtpark Graz

Mitten in Graz gelegen befindet sich der Grazer Stadtpark, gleich unterhalb des Schlossbergs und hinter der Altstadt. Er ist das perfekte Ziel, um nach dem Besuch der Altstadt noch einmal kurz durchzuatmen und den Turbel der Stadt schnell hinter sich zu lassen. Aber auch so ist der Stadtpark ein tolles Ausflugsziel. Die alten Alleen stehen eindrucksvoll im Park und auch der Ententeich ist schön anzusehen. Das Highlight des Parks ist aber ganz klar der große Stadtparkbrunnen. Mit seinen knapp 8 Metern Durchmesser und den vielen wasserspeienden Figuren ist er eine echte Attraktion. Erst im Oktober 2025 wurde er nach längerer Renovierung wieder in Betrieb genommen und erstrahlt in neuem Glanz. Vom Brunnen aus hast du auch einen spektakulären Blick auf den Schlossber mit dem herausstechenden Uhrturm. Und auch den Glockenturm Liesl kannst du gut sehen.

Der Grazer Stadtpark mit dem Brunnen und dem Uhrturm im Hintergrund

Der Schneemann in Graz – Schnee das ganze Jahr

Eine weitere Einzigartigkeit und besonderer Geheimtipp in Graz ist ein Bewohner, dem selbst die heiße Sommersonne nichts anhaben kann: der ewige Schneemann. Dabei handelt es sich um eine täuschend echt aussehende Schneemann-Skulptur. Traurig schaut der Schneemann im Innenhof des Priesterseminars in eine Pfütze vor sich und sieht sich sozusagen selbst beim Schmelzen zu. Da der Körper des Grazer Schneemanns aus Marmor gefertigt ist, steht er das ganze Jahr dort – auch im Hochsommer bei 40 Grad trotzt er der Hitze. Das Kunstwerk wurde 2005 vom österreichischen Künstler Manfred Erjautz geschaffen und trägt den offiziellen Namen „Das Erforschen der Dauer“. Der Grazer Schneemann soll so ein Symbol der Vergänglichkeit sein. Er befindet sich im Innenhof des Priesterseminars in der Bürgergasse 2, gleich gegenüber des Mausoleums und des Grazer Doms.

Schneemann in Graz

Hofbäckerei Edegger-Tax – Fassade aus Holz

Die Hofbäckerei Edegger-Tax in der Grazer Hofgasse 6 ist die älteste Bäckerei in Graz. Ihre Geschichte reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück, doch das eigentliche Highlight ist zweifellos die prachtvolle Holzfassade aus dem Jahr 1896. Gefertigt aus dunkel gebeiztem Eichenholz und verziert mit meisterhaften Schnitzereien des Tischlers Anton Irschik, verkörpert sie heute noch den Glanz der k.u.k. Monarchie. Besonders markant ist der vergoldete Doppeladler über dem Portal, der stolz auf den ehemaligen Titel des kaiserlichen Hoflieferanten verweist. Die Bäckerei mit ihrer gesamten hölzernen Fassade fällt in der Grazer Altstadt sofort auf und ist ein echtes Unikat.

Die hölzerne Fassade der Hofbäckerei Edegger-Tax

Das Glockenspiel

Dreimal täglich erklingen auf dem Glockenspielplatz die sanften Melodien des Grazer Glockenspiels. Die 24 Glocken spielen verschiedene Lieder, während sich zwei Holzfiguren – ein Dirndl und ein Bursche in Tracht – im Giebel des Hauses drehen und tanzen. Bei deinem Spaziergang durch die Grazer Alststadt ist das Haus am GLockenspielplatz nicht weit entfernt. Bei vielen Besuchern ist das Glockenspiel eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Graz. An gut besuchten Tagen tummeln sich auf dem Glockenspielplatz zahlreiche Menschen, um sich das Spektakel anzusehen.

Das berühmte Grazer Glockenspiel

Basilika Maria Trost

Die Basilika Mariatrost ist nach Mariazell das bedeutendste Marienheiligtum der Steiermark. Die barocke Basilika steht hoch oben auf dem Purberg in Graz. Von unten führen dich 216 Stufen nach oben zur riesigen Basilika. Schon beim Aufstieg siehts du die Kirche auf dem Berg stehen, während du ihr immer näher kommst. Von außen bestechen vor allem die Doppelturmfassade und die Vierungskuppel. Innen befindet sich über dem Hochaltar die spätgotische Marienstatue und an der Decke die Freskenmalereien.

Die Basilika Mariatrost

Die Doppelwendeltreppe in der Grazer Burg

Die Doppelwendeltreppe in der Grazer Burg ist ein architektonisches Meisterwerk der Spätgotik. Sie besteht aus zwei gegenläufigen Treppen, die sich immer wieder begegnen und wieder trennen. Die Treppe wurde aus Sandstein gebaut, diente aber schon damals keinem besonderen Zweck. Sie wurde nur als Demonstration von Macht und Handwerkskunst erbaut und ist auch heute noch ein interessantes Erlebnis.

Doppelwendeltreppe in Graz
Doppelwendeltreppe in Graz

Bonustipp im Winter – Die Eiskrippe

Wer im Advent durch Graz bimmelt, kommt an einem Stopp eigentlich nicht vorbei: der Eiskrippe im Landhaushof. Jedes Jahr wird die fast 35 Tonnen schwere Krippe aufs neue errichtet. Wie der Name schon sagt besteht die Krippe vollständig aus Eis. Dabei wird die Eiskrippe auch von innen mit bunten, wechselnden Lichtern beleuchtet. In den prachtvollen Renaissance-Arkaden des Grazer Landhaushofes, entfaltet das Kunstwerk besonders nach der Dämmerung eine einzigartige Wirkung.

Grazer Eiskrippe

Kletterwand an der Murpromenade

Entlang der Grazer Murpromenade, nur einen Steinwurf von der Murinsel entfernt, befindet sich direkt an der Mur ein kleines Highlight für alle Kraxler und Kletterer: eineöffentliche Boulderwand. Sie befindet sich direkt an der Steinmauer entlang der Mur, gleich unterhalb der Kaiser-Franz-Josef-Kais – davon bekommst du aber wenig mit. Selbst viele Grazer kennen die Boulderwand nicht. Hier kann sich jeder der vorbeikommt und möchte nach Belieben austoben. Beim Bouldern wird nur bis auf wenige Meter Höhe geklettert, deshalb gibt es hier auch keine Matten. Am besten kommst du zur Kletterwand, wenn du beim Aufgang zur Murinsel einfach noch eine Etage weiter nach unten gehtst, schon stehst du an der Promenade.

Kletterwand Graz Murpromenade

Herz-Jesu-Kirche

Eine der sehenswertesten Kirchen der vielen in Graz ist die Herz-Jesu-Kirche. Besonders von außen ist sie sehr eindrucksvoll anzusehen. Sie ist ein Werk des Historiums zeichnet sich besonders durch die Backstein-Fassade und den dritthöchsten Kirchturm Österreichs aus. Ihr Südturm ist 109,6 Metern Meter hoch und wird nur vom Linzer Mariendom und dem Stephansdom in Wien übertroffen. Geschafften wurde sie von Architekten Georg Hauberrisser, der die Kirche auch in eine Oberkirche und eine Unterkirche teilte.

Herz-Jesu-Kirche Graz

Strand in Graz – Sandstrand an der Mur

Wer im südlichen Graz nach etwas Meeresgefühl auf der Suche ist, hat an der Mur sogar einen Strand. Der Grazer Stadtstrand im Süden von Graz ist ein echter Sandstrand an der Mur. Hier kannst du auch Boote zum Fahren auf der Mur ausleihen. Zentraler gelegen ist die Augartenbucht. Sie befindet sich ebenfalls an der Mur im sogenannten Augarten, einer großen Parkanlage. Hier findest du vor allem Wiese zum hinsetzen und -legen aber auch einen Steinstrand. Hier steht eher die idyllische Lage an der Mur im Vordergrund. Zwar kannst du generell auch in der Mur baden, das Baden ist dort nicht verboten, aber aufgrund der Wasserqualität wird von offizieller Seite davon abgeraten.

TIPP – Entdecke die Altstadt von Graz:
Wie du siehst befinden sich viele der Graz Geheimtipps in der Altstadt. Generell hat Graz eine der schönsten und am besten erhaltenen Altstädte ganz Europas und ist deshalb auch UNESCO-Weltkulturerbe. Schau hier, wenn du noch mehr über die Altstadt Graz erfahren möchtest.

Der Kalvarienberg – kleiner Bruder des Schlossbergs

Der Kalvarienberg in Graz ist ein beeindruckendes barockes Denkmal und zählt zu den besonderen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Der Berg begeistert mit einem malerischen Ausblick auf die Stadt. Er wurde im 17. Jahrhundert alsNachbildung des Leidenswegs Christi errichtet und ist heute eine der eindrucksvollsten Kreuzweg-Anlagen Österreichs. Entlang des steilen Weges zur Spitze befinden sich kunstvoll gestaltete Kapellen und Stationen, die die Passion Christi darstellen. Ein Highlight des Berges ist die barocke Kalvarienbergkirche mit ihrer prachtvollen Fassade und den reich verzierten Altären. Neben der religiösen Bedeutung bietet der Kalvarienberg auch einen der schönsten Panoramablicke auf Graz. Besonders in den frühen Morgenstunden oder bei Sonnenuntergang bringt der Kalvarienberg eine geradezu meditative Ruhe.

Die Kirche am Kalvarienberg Graz
Die Kirche am Kalvarienberg Graz

Die Burgruine Gösting

Im Norden von Graz liegt der Göstinger Ruinenberg, direkt gegenüber des Plabutsch. Auf dem Gipfel des Ruinenbergs steht die Burgruine Gösting. Sie ist beliebtes Ziel in Graz für eine kurze Wanderung. Die Ruine ist bereits von weitem sichtbar, etwa bei der Einfahrt in den Plabutschtunnel der A9. Ausgangspunkt für den Aufstieg ist das Schloss Gösting im gleichnamigen Bezirk. Von dort führt ein gut begehbarer Fußweg in etwa 30 Minuten rund 200 Höhenmeter hinauf zur Burgruine.

Die Burgruine Gösting hoch oben auf dem Göstinger Ruinenberg
Die Burgruine Gösting hoch oben auf dem Göstinger Ruinenberg

Der Weg verläuft zunächst durch eine Siedlung und anschließend durch das bewaldete Gelände des Ruinenbergs. Trotz der Stadtnähe herrscht hier schnell Ruhe, und der Weg durch das Grün bietet eine angenehme Auszeit. Auf rund 570 Metern Höhe thront die Burganlage über dem Tal. Große Teile der Ruine sind immer noch gut erhalten und beeindrucken schon von außen mit ihrer Mächigkeit. Die Innenräume sind jedoch nur im Rahmen von Führungen zugänglich, eine eigenständige Besichtigung der Burgruine ist nicht möglich.

Beeindruckend ragt die Burgruine über Graz auf
Beeindruckend ragt die Burgruine über Graz auf

Wenige Meter unterhalb der Burgruine liegt der sogenannte Jungfernsprung, ein Aussichtspunkt auf einem kleinen Felsvorsprung. Er ist mit einem Geländer gesichert und bietet einen eindrucksvollen Blick auf die Ruine und weit in die umliegende Hügellandschaft. Bei klarer Sicht reicht der Blick bis in die nördlichen Voralpen. Auch das Tunnelportal des Plabutschtunnels kannst du von hier aus sehen. Die Burgruine Gösting ist ein idealer Tipp für alle, die eine kurze, aber aussichtsreiche Wanderung unternehmen möchten. Hier kannst du tortz der Stadtnähe schnell abschlaten und die Natur genießen. Dank guter Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Graz ist der Einstieg schnell und bequem erreichbar.

Dom im Berg – im Schlossberg

Beim Dom im Berg – was sich im ersten Moment äußerst spektakulär anhört – handelt es sich um eine Eventlocation im Inneren des Grazer Schlossbergs. Früher war der Dom Teil des Luftschutzbunkers im Schlossberg. Heute ist der ehemalige Bunker zu einem modernen Veranstaltungsort mit neuester Technik umgebaut worden. Events und Veranstaltungen hier im Inneren des Schlossbergs sind etwas ganz besonderes mit einzigartiger Atmosphäre. Den Dom erreichst du über den Schlossbergtunnel vom Schlossbergplatz aus.

Dom im Berg Graz

Das gemalte Haus

Das Gemalte Haus in der Grazer Herrengasse, auch als „Herzogshof“ bekannt, ist ein besonderes Werk der barocken Fassadenkunst. Seine gesamte Außenfront ist auf rund 220 Quadratmetern mit prachtvollen Fresken des Malers Johann Mayer aus dem Jahr 1742 geschmückt. Die Malereien zeigen eine hierarchische Anordnung der griechisch-römischen Götterwelt, von Bacchus und Vulkan im unteren Bereich bis hin zu Jupiter und Merkur in den oberen Etagen. Ursprünglich diente das Gebäude als Amtssitz der Habsburger Landesfürsten, doch heute ist es vor allem für seine farbenprächtige Optik berühmt. Das gemalte Haus steht direkt in der Herrengasse, der Hauptader in der Altstadt, genauer ist die Adresse Herrengasse 7.

Das Gemalte Haus in der Herrengasse Graz

Das Luegg-Haus

Das Luegg-Haus an der belebten Ecke Hauptplatz/Sporgasse ist ein bestechendes Beispiel für die bürgerliche Repräsentationsarchitektur des Grazer Barocks. Die Besonderheit ist die dichte, fast teppichartig aufgetragene Stuckfassade, die vermutlich von Domenico Boscho oder seinem Umkreis geschaffen wurde. In einer für den Hochbarock typischen Üppigkeit überziehen plastische Girlanden aus Früchten und Blüten sowie Muschelornamente (Rocaille) die gesamte Front. Bei genauerer Betrachtung offenbart die Fassade ein spielerisches Detail der Epoche: Inmitten des floralen Dekors sind menschliche Gesichter – sogenannte Maskaronen – eingearbeitet, die fast schelmisch aus dem Stuck hervortreten. Der Name „Luegg“ leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort für „lugen“ ab, was auf die Lage des Hauses verweist, von der aus man das geschäftige Treiben auf dem Hauptplatz beobachten konnte oder auch in die Sporgasse um die Ecke lugen kann.

Links an der Ecke das Luegg-Haus Graz

Botanischer Garten Graz

Für alle Botaniker und Pflanzeninteressierten ist der Botanische Garten auch einen Besuch wert. Auf rund 2,8 Hektar wachsen hier etwa 7.500 Pflanzenarten aus den unterschiedlichsten Klimazonen. Eine Besonderheit sind die drei futuristischen Gewächshäuser vom Architekten Volker Giencke. Die parabolischen Acrylglashüllen lassen fast 100 % des UV-Lichts durch. Im Sommer (meist ab Juni/Juli) erblüht hier zum Beispiel die Victoria cruziana – eine Riesenrose mit einem Durchmesser von bis zu 1,80 Metern. Da der Botanische Garten zur Uni Graz gehört ist der Eintritt frei. Der Garten kann aber trotzdem von Jedermann besucht werden.

Am Eisernen Tor und Mariensäule

Am südlichen Ende der Herrengasse, direkt am Beginn der Altstadt und der Fußgängerzone, liegt das sogenannte Eiserne Tor. Wer hier ein monumentales Tor erwartet, wird allerdings überrascht sein: Heute handelt es sich um einen kleinen, dreieckigen Platz mit einer begrünten Fläche in der Mitte. Dort befinden sich ein Springbrunnen und die markante Mariensäule, auf deren Spitze eine vergoldete Statue der Jungfrau Maria steht. Am Eisernen Tor und bei der Mariensäule kommst du hoffentlich sowiso vorbei, wenn du in der Altstadt durch die Herrengasse schlenderst. Ein schöner Ort zum Verweilen und genießen!

Die Mariensäule, auch „Türkensäule“ genannt, wurde 1670 errichtet – als Dank für den Sieg über die osmanischen Truppen. Der Name „Eisernes Tor“ hat ebenfalls historische Wurzeln: An dieser Stelle stand früher eines der alten Stadttore von Graz. Auch wenn das eigentliche Tor längst verschwunden ist, bleibt der Platz dennoch ein sehenswerter Ort. Besonders in der Adventzeit lohnt sich ein Besuch, denn dann ist hier wird jedes Jahr einer der stimmungsvollen Weihnachtsmärkte von Graz aufgebaut.

Erreichen kannst du das Eiserne Tor übrigens ideal – denn es liegt direkt neben dem Jakominiplatz. Alle Linien der Straßenbahn fahren hierher und auch unzählige Busse. Damit ist der Jako auch ein hervorragender Ausgangspunkt für andere Sehenswürdigkeiten.

Die Mariensäule am Eisernen Tor Graz

Grazer Opernhaus

Am südlichen Rand der Altstadt, nur wenige Gehminuten vom Jakominiplatz entfernt, befindet sich das Opernhaus Graz. Das Gebäude wurde 1899 als Stadttheater eröffnet und im neubarocken Stil errichtet. Schon von außen fällt es durch seine weiße Fassade und die reich verzierten Details auf, die dem Bau seinen mächtigen Charakter verleihen.

Der Zuschauerraum im Inneren ist kunstvoll gestaltet und kombiniert barocke mit rokokotypischen Elementen – ein stimmungsvolles Ambiente für Opern-, Ballett- und Theateraufführungen. Heute zählt die Oper Graz zu den wichtigsten Bühnen des Landes. Eine einzigartige Freihlichtbühne in Graz ist die Schlossbergbühne Kasematten oben auf dem Schlossberg. Direkt neben dem Opernhaus, auf einer Grünfläche, steht die moderne Metallskulptur „Lichtschwert“. Sie wurde als Symbol für Menschenrechte geschaffen und soll auf diese aufmerksam machen.

Die Fassade der Grazer Oper

Plabutsch mit Fürstenstand

Der Plabutsch ist einkleiner Berg direkt am westlichen Stadtrand von Graz. Wer gerne wandert oder mit dem Mountainbike unterwegs ist, findet hier zahlreiche Wege durch den dichten Wald hinauf zum Gipfel auf 758 Metern Seehöhe – rund 400 Höhenmeter über dem Stadtzentrum. Der bekannteste Punkt am Plabutsch ist der Fürstenstand, eine Aussichtskanzel, die sich am Gipfel über die Baumkronen erhebt und eine weite Rundumsicht bietet. Genau genommen ist der gesamte Gipfel am Plabutsch der Fürstenstand, doch umgangssprachlich wird vor allem die Aussichtskanzel “Fürstenstandwarte” einfach nur als Fürstenstand bezeichnet.

Die Aussichtswarte Fürstenstand hoch oben auf dem Plabutsch
Die Aussichtswarte Fürstenstand hoch oben auf dem Plabutsch

Die Aussicht vom Fürstenstand reicht bei guter Sicht weit über das Grazer Becken hinaus bis ins Bergland. Auch die Stadt selbst liegt beeindruckend zu Füßen. Der Plabutsch ist dabei von Graz ideal erreichbar – die Bim oder der Bus bringen dich direkt an den Fuß des Plabutsch, von wo aus du deine Wanderung starten kannst. Schon nach wenigen Minuten wird es ruhig. Der Stadtlärm bleibt zurück und du kannst abschalten und die Natur genießen. Der Gipfel lässt sich in etwa einer Stunde zu Fuß erreichen. Der Weg führt durch schattige Wälder und bietet unterwegs immer wieder schöne Ausblicke auf die umliegende Landschaft. Wer mit dem Rad unterwegs ist, findet ebenfalls einige Routen auf den Gipfel.

Vom Gipfel des Plabutsch hast du eine tolle Aussicht
Vom Gipfel des Plabutsch hast du eine tolle Aussicht

Bekannt ist der Plabusch aber vor allem durch den Plabutschtunnel, der direkt unter dem Berg verläuft. Er ist Teil der A9 der Pyhrnautobahn und die Hauptumgehung um Graz, um den Verkehr aus der Stadt zu halten. Sei allerdings unbesorgt, davon bekommst du bei deinem Ausflug nichts mit. Es gibt durch den Tunnel auf dem Plabutsch keinen Lärm oder Erschütterungen. Lediglich vom Gipfel aus kannst du einige Kilometer entfernt die Autobahn vor dem Eintritt in den Berg sehen.

Die schönsten Grazer Aussichtspunkte

Wo hat man in und auf Graz die beste Aussicht? Und wie kann ich die Aussichtspunkte einfach erreichen? Hier habe ich die meiner Meinung nach besten Grazer Aussichtspunkte zusammengeschrieben, die dir einen fantastischen Ausblick auf Graz bieten:

  • Schlossberg: Als höchster Punkt im Zentrum bietet das Schlossberg-Plateau ein unvergleichliches 360-Grad-Panorama über die steirische Landeshauptstadt.
  • Aussichtsterrasse Kastner & Öhler: Auf dem Dach des traditionsreichen Modehauses befindet sich der Skywalk, von dem aus man eine exzellente Perspektive auf die roten Ziegeldächer der Altstadt und den Schlossberg genießt.
  • Kunsthaus (Needle): Die markante Aussichtskanzel des Kunsthauses erlaubt einen direkten Blick auf die gegenüberliegende Murseite und die markanten Punkte der Innenstadt.
  • Schlossbergbahn: Die Fahrt in der gläsernen Panoramabahn ist besonders in der Abenddämmerung ein Highlight, da sie weite Ausblicke über das abendliche Graz eröffnet.
  • Kalvarienberg: Der Kalvarienberg bietet ebenfalls eine tolle Perspektive auf die Stadt und beeindruckt zusätzlich mit der besonderen Architektur.
  • Plabutsch – Fürstenstand: Am höchsten Punkt des Grazer Hausbergs befindet sich der Fürstenstand. Von hier überblickt man nicht nur das gesamte Grazer Becken, sondern genießt eine Fernsicht bis in die alpine Obersteiermark.
  • Burgruine Gösting: Die am nördlichen Stadtrand gelegene Ruine dient als hervorragender Aussichtspunkt, der den Blick sowohl über das Stadtgebiet als auch in Richtung der Gebirgszüge des Hochschwabs öffnet.
  • Bester Blick zum Uhrturm?: Wer die besten Blickwinkel auf das Wahrzeichen sucht, und von wo der Uhrturm am besten fotografiert wird, sollte mal hier beim Grazer Uhrtrum vorbeischauen.

Parken und Anfahrt zu den Sehenswürdigkeiten Graz

Parken ist in der Grazer Altstadt aufgrund des kanppen Platzes eher ein schwieriges Thema. Am besten stellst du dein Auto etwas außerhalb ab und fährst dann gut angebunden mit den Öffis in die Altstadt. Wo du dennoch in der Altstadt praken kannst findest du beim Parken Altstadt. Auch wie du am besten nach Graz und in die Altstadt kommst habe ich dir zusammengeschrieben. Ob mit dem Zug, dem Auto oder dem Bus – alles Wichtige und was es zu beachten gitb findest du unter der Graz Anfahrt!

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